Grunddaten des Projects

  • Name des Objekts: Hyparschale Magdeburg
  • Gebäudetyp: Veranstaltungszentrum / Kongress- und Ausstellungszentrum (Öffentliches multifunktionales Gebäude / Expozentrum)
  • Gebäudegröße: ca. 2.300 m² (Grundfläche Halle)
  • Raumhöhe: bis zu 15 Meter am höchsten Punkt
  • Gesamtluftvolumen: ca. 28.000 m³/h (Berechnetes Volumen der Lüftungsanlagen zur Sicherstellung des Luftwechsels)
  • Anzahl der Räume/Zonen: Mehrzonensystem (Hauptsaal, Galerien, neu einge aute Räume, Verwaltungsbereiche, Cateringbereiche und Küchenräume)

 

Das Projekt im Überblick: Lüftungs- und Klimatechnik für die Hyparschale Magdeburg

 

Die Hyparschale in Magdeburg ist ein bedeutendes architektonisches Bauwerk, das 1969 nach einem Entwurf des legendären deutschen Ingenieurs Ulrich Müther errichtet wurde und ein herausragendes Beispiel ingenieurtechnischer und architektonischer Gestaltung darstellt.

Dieses einzigartige Bauwerk stellt ein Meisterwerk des dünnwandigen Stahlbetonbaus dar – sein selbsttragendes Dach besitzt eine komplexe hyperbolische Schalenstruktur und eine ausdrucksstarke Form. Es kommt vollständig ohne innere Stützen aus und überspannt einen großen Saal.

Nach einer umfassenden Restaurierung wurde das Gebäude in ein modernes multifunktionales Kongress- und Ausstellungszentrum umgewandelt, wobei sein einzigartiges architektonisches Erscheinungsbild sowie die konstruktive Struktur erhalten blieben.

Im Rahmen dieses für Magdeburg und das gesamte Sachsen-Anhalt bedeutenden Sanierungsprojekts übernahm die Wuttke Klimatechnik als Auftragnehmer den vollständigen Leistungsumfang von der Planung über die Fertigung bis hin zur Montage der Lüftungs- und Klimaanlagen.

Technische und architektonische Herausforderungen des Projekts

Die Auslegung und Umsetzung des Raumklimas in diesem Gebäude erforderte aufgrund der strengen normativen Vorgaben sowie der konstruktiven Randbedingungen ein Höchstmaß an ingenieurtechnischer Kompetenz und Erfahrung unserer Fachplaner und Techniker:

  • Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks (Denkmalschutz):

Eine der zentralen Herausforderungen des Projekts bestand in der Verbindung moderner technischer Lösungen mit den Anforderungen des Denkmalschutzes und der Wahrung des architektonischen Erscheinungsbildes des Gebäudes.

Bei der Planung, Fertigung und Montage der Lüftungs- und Klimatechnik mussten nicht nur die funktionalen Anforderungen des Objekts berücksichtigt werden, sondern auch strenge Vorgaben zur Erhaltung der architektonischen Gestaltung sowie zur Integration der technischen Anlagen in die historische Bausubstanz – in Kombination mit hohen Standards hinsichtlich Energieeffizienz und Besucherkomfort.

Die Besonderheit der Hyparschale liegt in ihrer komplexen Geometrie und der markanten Dachform, die dem Gebäude seine architektonische Einzigartigkeit verleiht, gleichzeitig jedoch erhöhte Anforderungen an die Planung und Installation der Lüftungs- und Klimatechnik stellt.

Die nur 7 cm dünne Schalendachkonstruktion sowie die vollständig verglasten Fassaden schlossen die Verlegung schwerer Luftkanäle oder die sichtbare Installation massiver technischer Anlagen aus.

Die Planung erfolgte auf Basis moderner 3D-CAD-Modelle, wodurch die Zu- und Abluftsysteme präzise entwickelt und anschließend passgenau in die inneren Galerien und Funktionsbereiche integriert werden konnten – ohne die visuelle Leichtigkeit des historischen Erscheinungsbildes zu beeinträchtigen, das ursprünglich von Ulrich Müther für dieses Gebäude konzipiert wurde.

  • Multifunktionale Nutzung und Zonierung:

Das moderne Nutzungskonzept der Hyparschale sieht einen ganzjährigen Betrieb für unterschiedlichste Veranstaltungsformate vor – von groß angelegten Events (Konferenzen, Konzerte, Ausstellungen) bis hin zu geschlossenen Firmenveranstaltungen und Präsentationen.

Die Architektur des Gebäudes vereint verschiedene Raumtypen: einen großen Hauptsaal für publikumswirksame Veranstaltungen, separate Bürobereiche für die Verwaltung sowie integrierte technologische Zonen für Catering und Küchenbereiche.

Jede dieser Zonen stellt unterschiedliche Anforderungen an das Raumklima, weshalb die Lüftungs- und Klimatechnik ein hohes Maß an Flexibilität, unabhängiger Regelbarkeit und eine gleichmäßige Luftverteilung bei minimaler visueller Beeinträchtigung der Architektur gewährleisten muss.

Die Ingenieure der Wuttke Klimatechnik haben ein skalierbares System entwickelt, das sich schnell an das jeweilige Nutzungsszenario des Gebäudes anpassen lässt – abhängig von Besucherzahl, thermischer Last sowie wechselnden Anforderungen an Luftwechselrate und akustischen Komfort.

Im Betrieb unter Spitzenlast (Konzerte und Kongresse) sorgt die Lüftungsautomatik für eine leistungsstarke Zufuhr gefilterter Frischluft für mehrere hundert Besucher.

Während Kunstausstellungen gehen die Lüftungs- und Klimasysteme in einen präzisen Regelbetrieb über und gewährleisten eine exakte Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, was für die Konservierung wertvoller Exponate entscheidend ist.

Dabei wird in allen Betriebsmodi ein maximal leiser Betrieb sichergestellt: Durch sorgfältige Auslegung der Anlage sowie den Einsatz hocheffizienter Schalldämpfer ist das Betriebsgeräusch der Lüftung vollständig entkoppelt und beeinträchtigt die Veranstaltungen nicht.

  • Großes Luftvolumen bei hoher Raumhöhe:

Die Deckenhöhe des Saals erreicht bis zu 15 Meter. Vor den Ingenieuren stand die Aufgabe, eine Stagnation der Luft im oberen Bereich der Kuppel zu vermeiden und gleichzeitig eine effiziente Klimatisierung und Kühlung der unteren Nutz- bzw. Aufenthaltszone sicherzustellen, in der sich die Besucher befinden.

  • Variable Lasten und strikte Einhaltung von Normen:

Als modernes Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum bietet das Gebäude Platz für 200 bis 500 Personen gleichzeitig. Das Klimakonzept musste daher flexibel und skalierbar ausgelegt werden, um bei stark schwankender Belegung eine hohe Energieeffizienz sicherzustellen und gleichzeitig sämtliche strengen hygienischen Anforderungen einzuhalten (u. a. gemäß VDI 6022 sowie den einschlägigen VDMA-Richtlinien).

  • Individuelle technische Komponenten:

Aufgrund der spezifischen Geometrie der Verglasung konnten keine Standardkomponenten der Lüftungstechnik eingesetzt werden. Dank der eigenen Fertigungswerkstatt war die Wuttke Klimatechnik in der Lage, kurzfristig maßgefertigte Lüftungselemente sowie spezielle Gitter nach exakten Sondermaßen herzustellen.

Das Ergebnis der Arbeit unseres eingespielten Teams ist ein nachhaltiges, leises und energieeffizientes Lüftungssystem, das ein einwandfreies Raumklima für Besucher von Ausstellungen und Kongressen im Herzen Magdeburgs gewährleistet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Phase 1: Planung

  • Hauptaufgaben des Projekts
  • Besondere Anforderungen an Raumklima oder Grundriss
  • Verwendete Standards und Normen

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Phase 2: Entwicklung und Geräteauswahl

  • Art der Systeme (Lüftung, Klimatisierung, Klimakontrolle)
  • Wichtige technische Lösungen
  • Energieeffizienz / Betriebsbesonderheiten

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  • Phase 3: Produktion
  • Herstellung oder Fertigung der Komponenten
  • Qualitätskontrolle
  • Anpassung an spezifische Anforderungen des Projekts

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Phase 4: Montage und Inbetriebnahme

  • Kurzbeschreibung des Installationsprozesses
  • Besondere Herausforderungen während der Montage (falls vorhanden)
  • Test und Feinabstimmung der Anlagen
    Ergebnis / Vorteile für den Kunden
  • Verbesserung der Raumluftbedingungen
  • Energieeffizienz
  • Zuverlässigkeit und Service
  • Einhaltung von Normen

Weitere Inhalte

  • Illustrationen
  • Innenaufnahmen des Objekts (Hauptfokus)
  • Schemata oder Visualisierungen der Anlage (falls vorhanden)